Dekanat Biberach: Seelsorge in neuen Strukturen – aktueller Stand und nächste Schritte
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat mit der Initiative Kirche der Zukunft einen umfassenden Veränderungsprozess angestoßen. Hintergrund sind sinkende Mitgliederzahlen, schwindende Kirchensteuermittel und weniger Menschen, die sich für pastorale Berufe entscheiden. Der Diözesanrat und Bischof Dr. Klaus Krämer haben im November 2025 den Rahmen für Kirche der Zukunft beschlossen. Die Kirchengemeinden waren aufgerufen, Vorschläge zu erarbeiten, wie sie sich als mögliche neue Kirchengemeinde sehen. Diese Vorschläge wurden im April eingereicht.
Gleichzeitig zeigte der offene, dynamische Prozess, dass manche Kriterien aus Diözesanperspektive eine stärkere Gewichtung erfahren oder sich Kirchengemeinden neu sortiert haben.
Basierend auf den Prüfaufträgen der Diözese, zahlreichen Gesprächen der letzten Wochen und den Vorschlägen der Gemeinden haben wir versucht, möglichst viele Vorschläge und Kriterien in zwei mögliche Varianten zu integrieren. Die Dekanatssteuerungsgruppe legte jetzt ein überarbeitetes Konzept mit zwei Varianten vor, das sich an den Diözesanprüfaufträgen orientiert und auf Grundlage der vielen Gespräche entstanden ist: In beiden Konzepten würden sechs neue Kirchengemeinden entstehen. D.h. bisher 22 Seelsorgeeinheiten werden in 6 großen neuen Kirchengemeinden zusammengefasst. Die bisherigen Kirchengemeinden, werden zu Kirchorten, die jeweils erhalten bleiben in der neuen Struktur. Taufen, Erstkommunion, Firmungen und Eucharistiefeiern, also das ganze kirchliche Leben, bleiben Kernelemente für alle. Wie es im Einzelnen praktiziert wird, und wie die großen Gemeinden mit Seelsorgern ausgestattet werden, wird derzeit geplant.
Ab Oktober durchlaufen alle Dekanatskonzeptionen zentrale diözesane Gremien zur Prüfung. Nach dem Votum des Diözesanrats Ende November wird es verabschiedet und durch den Bischof in Kraft gesetzt. Letztendlich liegt die Entscheidung über die Bildung der neuen Kirchengemeinden beim Bischof bzw. beim Bischöflichen Ordinariat (BO).
Im Januar 2030 sollen dann die neue Kirchengemeinden starten. Bis dahin werden die Gemeinden, Ehrenamtliche sowie hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die neue Situation vorbereitet und erhalten schrittweise Informationen und Unterlagen, um die richtigen Schritte gehen zu können.
Die Steuerungsgruppe bedankt sich herzlich für die Mittragung des Prozesses. Es ist deutlich spürbar, dass vielen Menschen Glaube und Kirche am Herzen liegen.